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Interessante Dinge, die Sie noch nicht über die madagassische Kultur wussten

Wenn Menschen an die exotische Insel Madagaskar denken, entsteht in den Köpfen oft ein Bild von aromatischer Vanille, die in üppigen Dschungeln wächst, von hoch aufragenden Baobabs oder von hüpfenden und singenden Lemuren, wie in dem beliebten Animationsfilm. Die madagassische Kultur aber bleibt dabei in gewisser Weise ein Mysterium. Wussten Sie zum Beispiel, dass Beerdigungs- und Begräbnistraditionen besondere Bedeutung für die einheimische Bevölkerung haben, und dass es eine Zeremonie namens Famadihana gibt, bei der Verwandte die Knochen von verstorbenen Familienmitgliedern neu umwickeln und mit ihnen einen Tanz aufführen? Es gibt weit mehr zu erleben als das, was weithin über dieses einzigartige Land bekannt ist – hier sind ein paar überraschende Enthüllungen, die darauf warten, entdeckt zu werden.

Fangen wir mit der Famadihanaan. Ahnenverehrung ist in der madagassischen Kultur sehr wichtig. Der Tod wird als zentraler Teil des Lebens angesehen, und verstorbene Vorfahren werden in hohen Ehren gehalten. Die Famadihana ist eine Begräbnistradition, auch bekannt als „das Wenden der Knochen“ oder ein Tanz mit den Toten. Der verstorbene Verwandte wird aus dem Familiengrab gehoben und der Körper wird in ein neues Seidentuch gewickelt, das das alte ersetzt. Der neu umwickelte Körper wird dann über den Köpfen der lebenden Verwandten getragen, während sie in einem feierlichen Festzug zur Lieblingsmusik des toten Verwandten tanzen. Dies geschieht zu Ehren des Verstorbenen und findet etwa alle sieben Jahre statt. Zu diesem Anlass kommen Familienmitglieder von nah und fern zusammen, um ein schönes Wiedersehen zu feiern.

Malagasy Culture

Fady ist ein wichtiger Teil der madagassischen Kultur, es wird als Tabu übersetzt, kann aber auch bedeuten, dass etwas heilig ist. Dieses Konzept umfasst bestimmte Bräuche und Traditionen, ebenso wie moralische Richtlinien. Azafady Azafady ist das madagassische Wort für „bitte“ oder „Entschuldigung“ und bedeutet „möge es fady für mich sein“. Einige fady Regeln gelten in ganz Madagaskar, wie zum Beispiel, nie auf ein Grab zu zeigen, oder dass schwangere Frauen keine Aale essen sollten. Einige fady -Regeln sind aber auch spezifisch für bestimmte Dörfer, Stämme oder Familien. Fady kann sich auf Tiere beziehen, wie das Verbot der Jagd auf eine bestimmte Art von Lemuren, oder auch auf Orte, wie heilige Wasserfälle in Bergreservaten wie Montagne d‘Ambre, die geschützt werden müssen. Hinter den meisten fady verbirgt sich eine interessante Geschichte. Lokale Guides sind sich der fady bewusst und werden sie den Gästen erklären. Reisende sollten sich in Bezug auf die fady.

Malagasy Culture

Food und Kultur sind oft untrennbar miteinander verbunden. In Madagaskar ist vary Reis) ein allgegenwärtiges Grundnahrungsmittel, das zu einem festen Bestandteil der madagassischen Kultur geworden ist. Keine Mahlzeit ist komplett ohne Reis, vom Frühstück bis zum Abendessen. Es wird sogar Reiswasser, auch bekannt als ranovolaAuf madagassisch bedeutet ranovola „wertvolles Wasser“. Die Menschen in Madagaskar glauben, dass man von einer Mahlzeit nicht satt werden kann, wenn sie keinen Reis enthält. Wenn man jemanden zum Essen einlädt, lädt man ihn zum Reis essen ein. Reis spielt sogar bei der lokalen Währung eine Rolle: Auf der 10.000er Ariary-Banknote ist eine Frau abgebildet, die Reis verkauft.

Malagasy Culture

Moraingy ist eine traditionelle madagassische Kampfkunst, bei der mit nackten Fäusten und ohne Waffen gekämpft wird. Sie wird vor allem in den Küstengebieten praktiziert und hat sogar benachbarte Inseln wie die Komoren und Reunion erreicht. Bekannt ist sie auch als Madagassisches Kickboxen, wobei sich zwei Kontrahenten einen intensiven Kampf liefern, während im Hintergrund laut traditionelle Musik läuft. Die Musik dient dazu, die Kämpfer in eine Art Trance zu versetzen, wodurch das Kämpfen eine spirituelle Bedeutung bekommt. Traditionell fanden die Kämpfe am Sonntag nach dem ersten Vollmond des Monats statt, aber heutzutage kann man die Kämpfe an den meisten Wochenenden oder Markttagen erleben. Fähigkeiten und Technik werden über Generationen weitergegeben, und Männer, die Moraingy sind, werdenFagnorolahygenannt. Vor kurzem haben auch Frauen begonnen teilzunehmen, sie werden fagnorovavySieger werden weithin respektiert und sogar gefürchtet.

Malagasy Culture

Besucher Madagaskars können diese Sitten und Gebräuche erleben, wenn sie die dynamische Insel bereisen, die Heimat von mehr als 26 Millionen Einwohnern ist. Die Bevölkerung besteht aus 18 ethnischen Gruppen, verschiedenen Stämmen mit unterschiedlichen Traditionen, Kleidungsstilen und sogar Aussehen. Einer der bekanntesten Stämme sind die Merina, der größte Stamm, dessen Königshaus einst von Antananarivo aus herrschte. Weitere Stämme sind die Mahafaly, die für ihre Holzschnitzereien bekannt sind; die Antandroy, Nomaden, die im Stachelwald leben; die Sakalava mit ihrer charakteristischen Gesichtsbemalung;die Vezo, nomadische Fischer, und die Bara, polygame Viehzüchter. 50 Prozent des Landes ist christlich, aber die meisten Menschen verbinden diesen Glauben mit ihren alten Traditionen und Legenden. Die Madagassen sind für ihre Gastfreundschaft bekannt, Besucher werden hoch geschätzt und mit wahrer Wärme und Großzügigkeit behandelt, selbst wenn eigentlich nichts da ist, was man geben könnte. Warum planen Sie nicht eine Reise und erleben diese faszinierenden Facetten selbst.


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Revealed: Why Malagasy Women Paint Their Faces

Touring cultural activities in Madagascar

 


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